FAQs - Häufig gestellte Fragen

Diese Seite dokumentiert die "Häufig gestellten Fragen" zum Pilotprojekt, das von 2008 bis Sommer 2010 durchgeführt wurde (s. Projekttagebuch >>). Die Rahmenbedingungen der Weiterbildung 2011 orientieren sich an diesen Erfahrungen. Die FAQs zu Hintergründen und dem weiteren Verlauf von inklusive menschenrechte., zum Förderprogramm >> Inklusion durch Enkulturation, oder auch zu Inklusion und Menschenrechtsbildung allgemein werden hier entsprechend fortgeschrieben.

»Was genau geschieht im Rahmen der Weiterbildung?«
Die Ziele der Weiterbildung sind vor dem Hintergrund eines ganzheitlichen Verständnises von Bildung und Erziehung angelegt. Wir möchten sowohl das Wissen und das Verständnis als auch die empathischen Kompetenzen der TeilnehmerInnen im Umgang mit Inklusions- und Exklusions-Vorgängen ansprechen und fortentwicklen. Die Einbeziehung und Auseinandersetung mit persönlichen Themen, die in der pädagogischen Praxis immer auch mit anklingen, ist Bestandteil unseres Ansatzes. Neben der Wissensvermittlung und -Erarbeitung bildet die Reflektion von Selbsterfahrungselementen deshalb die Basis der Weiterbildung. In methodischer Hinsicht werden die humanistischen Verfahren und Ansätze der >> Gestaltpädagogik eine durchgängig wichtige Rolle spielen. Die je nach Sachgebiet wechselnden Co-ReferentInnen bringen zusätzlich ihre jeweiligen Fachkompetenzen und Hintergründe ein.

Überblick über geplante Themen und ReferentInnen 2011 >>

»Was muss ich persönlich im Vorfeld tun (Lebenslauf, ...)?«
Ein vollständiger Lebenslauf ist nicht notwendig, allerdings einige Informationen zu Ihren Hintergründen, Ihrer gegenwärtigen Beschäftigung sowie den Zielen, die Sie mit der Weiterbildung verbinden.

_Anmeldung

Wenn Sie an der Weiterbildung teilnehmen möchten, bekunden Sie bitte Ihr Interesse bis zum 04.01.2011 mit folgendem 2-seitigen Formular gegenüber ARBEIT UND LEBEN in Lüneburg [ PDF | OpenOffice | Word ].

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt; das schließt auch die Anmeldungen ein, die uns bisher per Mail, Fax oder Telefon erreicht haben. Tandem-Bewerbungen, d.h. TeilnehmerInnen aus derselben oder aus benachbarten Einrichtungen, die sich gemeinsam bewerben, werden bevorzugt berücksichtigt. Wir behalten uns außerdem eine Zulassung nach Kriterien von Vielfalt innerhalb der TeilnehmerInnengruppe vor. Sollten sich mehr InteressentInnen melden, als an der Weiterbildung teilnehmen können, so werden wir dies zum Anlass nehmen, gemeinsam mit unseren NetzwerkpartnerInnen wie den weiteren über das Programm Inklusion durch Enkulturation geförderten Projekten nach Wegen zu suchen, wie diese Bedarfe über die Weiterbildung hinaus erfüllt werden können.
Eine große Nachfrage betrachten wir als Beleg für die Entwicklungschancen, mit der die Themen Inklusion und Menschenrechte in der pädagogischen Praxis verbunden werden. Daran wollen und werden wir in jedem Fall anknüpfen!

»Was ist Anti- Bias?«
Norbert Herschel, Kitaleiter und Referent bei unserer Auftaktveranstaltung >>, hat sich auf diesen Ansatz bezogen. Die deutsche Übersetzung, mit der er und seine KollegInnen des >> KINDERWELTEN-Projektes gearbeitet haben, heißt "vorurteilsbewusste Erziehung".

Der Anti Bias-Ansatz ist ursprünglich in den USA in der Arbeit mit Kindern in KiTas entwickelt worden. In Südafrika hat er nach der Überwindung der offiziellen Apartheid eine bedeutsame Rolle in der Bildungsarbeit gespielt. Über dortige Menschenrechtsgruppen ist der Ansatz dann nach Europa gekommen und wird hier von verschiedenen Gruppen weiter entwickelt.

Zur inhaltlichen Erläuerung vgl. die Seiten der Berliner Anti Bias-Werkstatt:
>> Anti Bias-Werkstatt Berlin
>> Eine Welt Netzwerk Hamburg

»Ist Inklusion = Nivellierung von Unterschieden?«
Nein.
Vielmehr geht es gerade darum, den Blick für Unterschiede (in Voraussetzungen und Perspektiven) zu schärfen und das Handeln an den Bedürfnissen zu orientieren, die die je individuelle Situation eines Menschen hervorbringt. Der Blick wendet sich dabei weg von einer häufig vorgenommenen Konzentration auf benachteiligende Besonderheiten bestimmter "Kategorien" von Kindern und hin zu den „besonderen Förderbedarfen“ und Fähigkeiten jedes Kindes. Dabei soll es übrigens nicht darum gehen, Vielfalt per se als positiven Wert zu feiern. Es gilt durchaus, sich widersprechende Interessen oder auch Werte mitsamt ihrem Konfliktpotential anzuerkennen. Als ganz wesentlich betrachten wir hier jedoch, dass mit einer solchen expliziten Anerkennung immer auch die Akzeptanz des Gegenübers als grundsätzlich gleichberechtigten Kommunikations- oder "Aushandlungspartners" verbunden ist. Links:
Beiträge zum Inklusionsbegriff im inMR-Blog >>
Inklusionspaedagogik.de >>
Inklusive Pädagogik im Bildungswiki (u.a. zum Unterschied Inklusion-Intergration) >>