“Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik” - Neue UNESCO-Broschüre erschienen
Die Farbe ist noch nicht trocken: eben ist die >>deutsche Übersetzung der “Policy Guidelines on Inclusion in Education” erschienen. Die einleitenden Worte zur “Vision Inklusion” bringen das dahinter liegende weite Inklusionsverständnis zum Ausdruck: “Bildung für Alle – so heißt das größte und wichtigste Programm der UNESCO im Bereich Bildung. Damit setzt sich die Weltgemeinschaft ein eminent wichtiges Ziel: Alle Menschen weltweit sollen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung erhalten. Jeder muss in die Lage versetzt werden, seine Potenziale entfalten zu können. Dieser Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lernbedürfnissen eines Menschen. Der Begriff der Inklusion steht für genau diese Vision.”
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Und weiter im Vorwort: “Das Ziel von inklusiver Bildung ist, Exklusion zu beseitigen. Diese entsteht durch negative Einstellungen und mangelnde Berücksichtigung von Vielfalt in ökonomischen Voraussetzungen, sozialer Zugehörigkeit, Ethnizität, Sprache, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung und Fähigkeiten. Bildung vollzieht sich in formalen und non-formalen Kontexten, in Familien und in den Gemeinden. Folglich ist inklusive Bildung kein randständiges Thema, sondern zentral, um qualitativ hochwertige Bildung für alle Lernenden zu erreichen und um eine inklusivere Gesellschaft zu entwickeln. Inklusive Bildung ist wesentlich, um soziale Gerechtigkeit zu erreichen und sie ist ein konstituierendes Element lebenslangen Lernens. [Hervorhebung: inMR]”
Die Publikation ist zweiteilig aufgebaut. Teil I erläutert das Inklusionskonzept und den Zusammenhang von inklusiver Bildung und „Bildung für Alle“. Teil II befasst sich mit dem konkreten Wandel hin zu Inklusion. Schwerpunte hier: inklusiver Unterricht und die “jeweiligen Rollen von Lehrern, Pädagogen, unterstützendem Personal, Gemeinden und Eltern. Darüber hinaus stellt diese Publikation politischen Entscheidungsträgern und Bildungsplanern Werkzeuge zur Verfügung, die eine praktische Analyse von Bildungsplänen im Hinblick auf inklusive Bildung ermöglichen.”
